© www.hgeiss.de   Vom Leben der Echraner


Vom Landbau

Die Bodenkultur gilt in Echra als die bedeutsamste Kultur, ist sie doch Voraussetzung für unser Übere­ben. Seine Nahrung anzubauen und dabei die Fruchtbarkeit der Erde zu mehren, ist neben der Förderung der Kinder der Menschen vornehmste Aufgabe. Gleichzeitig behält der Mensch dadurch die notwendige Fühlung zur Natur und erlebt das zyklische Werden und Vergehen, sowie das Zusammenspiel von allem Lebenden. Durch den Landbau erntet man - neben der Nahrung - eine Fülle weiterer unschätzbarer und nicht käuflicher Früchte. Die Bewegung im Freien und der Sinngehalt der Tätigkeit schenken körperliche und geistige Gesundheit und Fitness, Einsicht und Erkenntnis über die Zusammenhänge des Lebens, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, herrliche Müdigkeit und Appetit, der auf wunderbare Weise die einfachsten Speisen schmackhaft macht.  

Die aus dem Landbau entstehenden Erkenntnisse und Haltungen strahlen in den gesamten Lebensbereich aus.

Weil uns diese positiven Wirkungen des Nahrungsanbaues bewusst sind, gilt es uns auch als folgenschwerer Fehler, den Menschen aus diesem ihm ureigensten Bereich zu vertreiben und ihm dafür sinnlose und nervtötende Arbeiten in Fabriken und Büros ausführen zu lassen.  

Zugleich hat die Mechanisierung und Chemisierung der Landwirtschaft zu einem Rattenschwanz von Folgeproblemen geführt. Die Menschen wurden der Natur entfremdet, die Familien- und Dorfstrukturen zerrissen und in der Folge das Land mit Verkehrswegen zerschnitten und die landflüchtigen Menschen in Industriezentren zusammengeballt. Aber auch für das Land waren die Folgen der Industrialisierung sehr nachteilig. Gedrängt von einem unerbittlichen Markt, der immer billigere Produkte fordert, wurden die Agrarflächen maschinengerecht gestaltet und die vormals klein gegliederte Flur mit ihren artenreichen Rainen und Gehölzen in Agrarsteppen verwandelt, viele Wildtiere und Pflanzen ausgerottet, das Bodenleben mit Mineraldüngern und Pflanzengiften zerstört, die Krume durch die Be­arbeitung mit schwerem Gerät verdichtet, der Bodenabtrag durch Wind- und Wassererosion gigantisch gesteigert.

Mit dieser traurigen Entwicklung einher ging der Verlust der Wertschätzung des Lebendigen, von der Kenntnis von den Zusammenhängen und vom Zusammenspiel der Natur. Der fruchtbare Erdboden, von manchen Naturvölkern gleich einer Leben spendenden Mutter verehrt, wurde zum Produktionsfaktor degradiert. Den Tieren ging es nicht anders. Wildtiere, die wirtschaftliche Interessen störten, suchte man auszurotten, was oftmals auch gelang. Geduldet werden nur jene Tiere, deren Verfolgung nicht lohnt oder denen man einen gewissen Nutzen nicht absprechen kann. Die Tiere, deren Haltung direkten Gewinn verspricht, wurden zu Nutzvieh, zu Waren degradiert, deren Körper man möglichst schnell zu vermehren, zu vergrößern und zu töten trachtet. Noch heute werden Schweine, Kälber und Federvieh in höllischer Enge zur Schlachtreife gebracht. Damit sie diese unter den widernatürlichen Haltungsbedingungen überhaupt erleben, werden sie bereits mit dem Futter medikamentiert und ruhig gestellt, damit sie aneinander keine Verletzungen verursachen und vor der Zeit daran eingehen. Millionenfach müssen Tiere auch dem faustischen Erkenntnisstreben der Menschen dienen. Tiere werden sogar gequält und getötet um Waffen, Medikamente und Kosmetika zu erproben.

Wir Echraner empfinden diese bestialische Behandlung der Tiere als eine Schande für unsere ganze Art. Welch unglaublicher Hochmut spricht aus dem Umstand, die ganze belebte und unbelebte Welt nur als Werkzeug für die Wohlfahrt der menschlichen Art zu verstehen! Natürlich liefert auch hierfür die Religion eine Rechtfertigung dieser Raserei: Macht euch die Erde untertan!, soll ein Gott gesagt haben, wie praktisch! Aber die daraus abgeleitete Vergewaltung der Natur macht ja auch vor den eigenen Artgenossen nicht halt

Uns empört, wenn wir hören, dass in den Industrieländern riesige Nahrungsmengen vernichtet werden, um die Preise hochzuhalten! Uns empört, wenn wir hören, dass gleichzeitig Futter- und Lebensmittel aus Ländern, in denen Menschen verhungern, importiert werden, also ein Gutteil der Überproduktion in der Erde der Armen wächst! Uns empört, dass man in Hungerländern auf besten Böden Zuckerrohr anbauen läßt, um daraus Äthanol zum Be­trieb von Autos zu erzeugen, Raps, um mit daraus gewonnen Öl Landmaschinen und Panzer zu betreiben, Tabak, um die Menschen zu vergiften und was es an Verrücktheiten mehr gibt! Uns empört, dass man das Mehl getrockneter Tierkadaver an Rinder und Schafe verfüttert, dass Kälbern die Milch vorenthalten wird und man ersatzweise billige Austauschmixturen verfüttert! Und uns empört, dass bis zu zehn Kilo Getreide oder Soja an Tiere verfüttert wird, damit daraus ein Kilo Fleisch wächst!

Nun könntet Ihr sagen, die armen Länder exportierten ihre Agrargüter ja freiwillig, die Zeiten des Kolonialismus seien vorbei. Doch dies ist nur dem Schein nach so, denn auch nach dem Abzug der Kolonialherren haben sich die alten Abhängigkeiten und Besitzverhältnisse nur wenig geändert. Statt Nahrung für die Bevölkerung anzubauen und die Großplantagen der Kolonialzeit durch eine Landreform an Kleinbauern zu verteilen, werden auf den ertragreichsten Flächen Waren für den Export erzeugt: Tabak, Kaffee, Tee, Kakao, Baumwolle, Sisal, Erdnüsse, Zuckerrohr, Bananen, Soja usw.

Die Großgrundbesitzer und die Führungsschichten dieser Länder bauen an, was die reichen Nationen auf dem Weltmarkt nachfragen. Jene wiederum unterstützen die Machtverhältnisse in diesen Ländern, um sie weiter ausnutzen zu können. Wenn sie das nicht politisch oder gar militärisch tun, dann doch wirtschaftlich, indem sie die Waren abnehmen und im Gegenzug Maschinen- und Luxusgüter liefern, was Abhängigkeiten schafft, die nicht so augenfällig sind wie Kolonialtruppen, aber genauso wirksam. Erst recht, wenn auch noch die Waffen geliefert werden, um diese Unrechtsregime am Leben zu erhalten!

Zudem sind die armen Länder hoch verschuldet, so dass durch den Schuldendienst ihr Zwang zum Export zementiert wird. Und das soll keine Form von Kolonialismus sein?

Ich meine, das Beispiel zeigt, dass die Geldwirt­schaft die Menschen versklavt und sich um die natürlichen Lebensgrundlagen nicht kümmert. Deswegen erscheint uns eine derartige Zivilisation als ein Krebsgeschwür, das überall seine Metastasen setzt und nach und nach alles gesunde Gewebe zerstört, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Erde daran stirbt. Außer das Geschwür würde begreifen, dass es damit auch selber stirbt, doch Geschwüre haben keinen Verstand, sie begreifen nichts...  

Auch wenn euch meine Argumente überzeugen sollte, wird es euch zweifellos schwer fallen in unserem einfachen und arbeitsreichen echranischen Leben einen Ausweg zu sehen. Zu tief sitzen die Vorstellungen von der mühseligen und stupiden Landarbeit, die ja, wie man euch immer wieder sagt, durch die Technisierung erst erträglich gemacht worden sei.

Doch das gilt nicht für die echranische Nahrungsproduktion, die nichts mit der knochenbeugenden Knechtschaft der Landbevölkerung der Vergangenheit zu tun hat, wo man arbeitsteilig für kargen Lohn fremde Felder bearbeiten musste. Dies hieß wochenlang Mähen, Hacken, Ackern, Ernten, Dreschen usw. Beim Selbstversorgerlandbau arbeitet man nicht als Knecht in fremde Taschen, sondern baut aus freien Stücken an, was man später zu ernten wünscht. Eine abwechslungsreichere und sinnvollere Tätigkeit gibt es nicht. Kopf und Hände sind gleichermaßen beteiligt. Bevor eine Tätigkeit langweilig wird, lädt schon die nächste ein. Der ganze Mensch ist gefordert, nicht nur ein Teil von ihm.  

Die Gedankenlosigkeit im Umgang mit der Erde ist vermutlich die Konsequenz aus tierischem Erbe und menschlicher Entartung, denn die Natur hatte es nicht nötig Verantwortungsbereitschaft für einen geographischen Ort im Instinkt zu verankern. Abgrasen, Düngen und Weiterziehen war gängiges symbiotisches Prinzip. Doch auch den aus seinem natürlichen Gleis gesprungenen Menschen konnte die Natur noch viele Jahrtausende verkraften, bis schließlich die Spuren der explosionsartig sich vermehrenden Menschen zu tief wurden, die zudem ihre Kraft durch Maschinen vervielfachten. Der Mensch wurde zum Wüstenmacher, zum Mörder an ungezählten Arten, zum Vergifter von Wasser und Luft. Sein Verstand reichte zwar aus kurzfristige Ziele zu verfolgen, doch nicht deren unbeabsichtigte, zeitverzögert einsetzende Folgen zu überschauen, die zudem den Sinnen oft nicht zugänglich sind. War ein Landstrich ausgebeutet oder unbewohnbar, zogen die Menschen weiter, die Erde war groß genug.

Heute werden Weiden in den entlegendsten Winkeln der Erde abgegrast, ohne dass sie die Verbraucher jemals selber zu Gesicht zu bekommen. So entstehen Wüsten, von denen die eigentlichen Wüstenmacher oft gar nichts ahnen.

Um dieses gedankenlose Treiben zu vermeiden ist es wohl unumgänglich, dass die Menschen mit der Erde, die sie nährt, unmittelbar in Beziehung treten und für sie Verantwortung übernehmen. Wir Echraner sind der Überzeugung, dass diese Erde nur dann eine Zukunft haben kann, wenn sich für jedes Stück Erde ein Mensch verantwortlich fühlt. Diese Verantwortung wächst bei den meisten Menschen aber wohl nur dann, wenn sie ein Stück Land auf Gedeih und Verderb überantwortet bekommen, von dem sie sich und ihre Nachkommen ernähren müssen, so dass die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit von alleine zur obersten Maxime wird.  

Jede echranische Familie besitzt ein ausreichend großes Stück Land zur Selbstversorgung mit Nahrungs­mitteln. Die Größe der Parzellen hängt von der Qualität des Bodens, der Zahl der Familienmitglieder, den klimatischen Verhältnissen und dem Verhältnis der privaten und der kommunalen Wirtschaftsflächen ab, die jedes Dorf selbst bestimmt, meist sind es ein bis zwei Hektar. Dieses Land bleibt auf Dauer im Besitz der Eigentümer und ihrer Kinder. Sie dürfen es aber nicht veräußern. Wenn sie keine Erben haben, fällt der Besitz nach ihrem Tode wieder an die Gemeinde.

Die Fläche reicht aus eine Familie mit Gemüse, Kar­toffeln und Obst zu versorgen und um Winterfutter für ein paar Ziegen oder Milchschafe zu gewinnen, manchmal wird auch ein Pferd oder ein Esel gehalten. Während der Vegetationszeit werden die Tiere tagsüber auf Gemeinschaftsweiden gehütet, wobei sich die Dorfmitglieder bei dieser Arbeit reihum abwechseln. Auch der Getreideanbau wird gemeinschaftlich auf kommunalen Feldern betrieben, wobei die Flächen oft im Wechsel als Weiden dienen, oder durch überlegte Fruchtfolge kaum weitere Düngung nötig macht. Für schwere Feldarbeit und für Transportzwecke hat jedes Dorf auch ein paar Trak­toren und andere Gerätschaften.

Zu jedem Dorf gehört auch ein Brennholzwald mit schnell wachsenden Gehölzen, der gemeinsam nachhaltig bewirtschaftet wird. Jedes Jahr wird davon ein Abschnitt geerntet. Durch die Fähigkeit der Bäume wieder aus den Stümpfen auszutreiben, kann ein Waldstück etwa alle 15 Jahre abgeholzt werden. Auch der Bedarf an Bauholz kann in einem gemeinschaftlichen Forst gedeckt werden. Daneben gibt es noch kommunale Sand- u. Lehmgruben und – je nach geologischer Lage, auch ein Steinbruch. Neben diesen Wirtschaftsflächen gehört zu jedem Dorf ein Wald, der es umschließt und der nicht bewirtschaftet wird. Er hat Urwaldcharakter und eine üppige Flora und Fauna, Feuchtflächen und Moore.

Von diesen Wäldern aus ziehen sich Feldgehölze, von großen Laubbäumen durchsetzt, netzartig durch die Dorffluren. Gleichsam Adern das Blut, bringen sie nützliche Wildtiere in jeden Garten. Die Feldhecken, deren Schönheit und Artenreichtum man gesehen haben muss, dienen zugleich der Versorgung der Menschen mit Nüssen, Beeren und Kräutern aller Art, zudem sind sie eine ergiebige Weide für die Bienenvölker, die in beinahe jedem Garten stehen. In den Hecken bauen Singvögel ihre Nester, leben Igel, Kröten, Eidechsen und Blindschleichen, die unsere Gärten vor Schäd­lingsplagen bewahren.  

In der Nähe unserer Wohnhäuser liegen unsere Obstgärten. Wer Echra im Frühling besucht, sieht unsere Dörfer in einem Blütenmeer versinken. Ebenso herrlich ist der Herbst, wenn sich die Gehölze unter der süßen Last der Äpfel, Birnen und Zwetschgen fast bis zum Boden biegen. Geeignete Früchte lagern wir in Erdkellern ein, andere werden getrocknet, eingekocht oder zu Most gepresst.

Da wir keine Nahrungsmittel importieren, gibt es manche Früchte nur zu bestimmten Jahreszeiten. Kein Wunder also, wenn wir im Sommer und Herbst im Obst schwelgen, haben wir uns doch Monate darauf gefreut. Über die zeitweise Verknappung zu lamentieren, fällt uns nicht ein, wissen wir doch, dass durch sie der Genuss an den Früchten umso größer wird. Wer täglich alles haben kann, freut sich bekanntlich über gar nichts mehr richtig.  

Grundsätzlich geben wir der Erde alle pflanzlichen Reste, die Asche der Feuerstellen und alle tierischen und menschlichen Ausscheidungen zurück. Gelegentlich streuen wir zusätzlich Gesteinsmehl und alle paar Jahre ein wenig Kalk, um die Mineralstoffversorgung der Böden zu sichern.

Diese Düngemaßnahmen und ein geregelter Fruchtwechsel reichen aus, um reichliche Ernten zu sichern. Übermäßige Schädlingsplagen sind dank der Sorge um die Nützlinge, des Fruchtwechsels und durch Anbau von Mischkulturen praktisch unbekannt.  

Unsere Gemüsegärten sind meist dreigeteilt. Extra gedüngt wird immer nur das Drittel, auf dem starkzehrende Pflanzen wie Kartoffeln, Mais, Kohl, Tomaten oder Kürbisse angebaut werden. Im Folgejahr werden auf derselben Fläche Wurzelgemüse und Zwiebeln gezogen. Im dritten Jahr genügt der Nährstoffgehalt immer noch den Bohnen, Erbsen und Linsen, die ja als Leguminosen über Wurzelbakterien in der Lage sind, sich den Stickstoff aus der Luft zu holen. Beliebt sind bei uns auch Reihenkulturen, wobei in den Furchen zwischen den Reihen Mulchmasse wie Gras, Laub und andere organische Abfälle ausgebreitet werden, was viele Vorteile bringt. So kommt man beispielsweise auf der Mulchdecke auch bei Regenwetter sauberen Fußes an jede Pflanze heran. In Trockenzeiten bleibt unter dem Mulch die Erde feucht und krümelig, so dass nur selten oder gar nicht bewässert werden muss. Unerwünschte Wildkräuter werden durch die Mulchdecke ebenfalls eingedämmt, so dass bei dieser Anbaumethode das rückenbeugende Jäten keine große Rolle spielt.

Am wichtigsten ist das Mulchen aber für das Bodenleben. Schon nach dem halben Sommer ist eine dicke Mulchschicht beinah vollständig zu Erde geworden, die in Geruch und Aussehen an beste Walderde erinnert.

Wir füttern nicht die Pflanzen - wie man es mit Kunst­dünger macht - sondern das Bodenleben, das sich da­durch prächtig entwickelt und als Gegenleistung die Nutzpflanzen mit bestem Dauerhumus versorgt.

Außer beim Umbruch von Grünland werden in Echra die Böden kaum umgestochen. Wir mulchen die Beete nach der Ernte oder sähen Gründüngerpflanzen, die schnell den Boden bedecken, im Winter abfrieren und zu Nahrung für das Bodenleben werden. Im Frühjahr rechen wir den Rest des Mulches ab und durchziehen die krümelige Erde darunter mit einem Eisenhaken oder einer abgewinkelten Mistgabel.

Durch das Mulchen verringert sich der Zeitaufwand für den Nahrungsanbau beträchtlich. Vielleicht hört man deswegen in Echra so selten jemanden über Gartenarbeit jammern...  

Was frische, ungespritzte und natürlich gedüngte Gar­tenerzeugnisse wert sind, weiß jeder der sie kennt. Kaufhausware ist immer einige Tage alt, wegen Transport und Lagergründen zumeist unreif geerntet, nach den Gesetzen des Marktes erzeugt, was heißt, dass nichts unterlassen wird, was ein oberflächlich und größenmäßig gefälliges Äußeres fördert. Davon, dass dem Erzeuger die Gesundheit eines fernen anonymen Konsumenten zumindest gleichgültig ist, kann ausgegangen werden.  

Auf Grund der Wertschätzung allen Lebens essen viele Echraner keine Tiere. Alleine ihr absichtliches Töten und das Aufbrechen und Zerteilen ihrer Leichen ist vielen von uns eine schlimme Vorstellung. Ihr habt dieses grausige Tun einer Berufsgruppe übertragen und mogelt euch so um das blutige Geschäft herum. Vermutlich würden auch bei euch viele Menschen kein Fleisch essen, müssten sie die Tiere selber schlachten.

Milch, Butter und Käse werden von den meisten Echra­nern dagegen gerne verzehrt, andere lehnen auch dies aus den verschiedensten Gründen ab, etwa weil die Natur die Milch von Säugetieren kaum für menschlichen Gebrauch vorgesehen hat, oder weil Milchprodukte eine regelmäßige Nachtzucht von Jungtieren bedingen, die letztlich in der Mehrzahl geschlachtet werden müssen. Hier will ich aber auch meine Erfahrung einfließen lassen, dass ich schon wiederholt jungfräuliche Ziegen durch Anmelken auf Dauer zur Laktation anregen konnte. In aller Regel genügt aber eine Geburt, um den Milchfluß einige Jahre zu erhalten