© www.hgeiss.de   Vom Leben der Echraner


Nachwort von 2001

Seit ich mein Utopia vor zwanzig Jahren gedanklich zu entwickeln begann, hat sich die Welt weiter zum Negativen hin verändert. Was früher Kolonialismus und Imperialismus hieß, heißt nun schönrednerisch Globalisierung. Nicht die entlegendsten Ecken der Erde sind heute mehr vor dieser Barbarei sicher. Wie eine Krankheit befällt der westliche Kommerzialismus alle Kulturen und zerstört immer mehr die gewachsenen Eigenheiten der Völker, auch ihre Sprachen und die Familien. Doch auch die Gegenbewegung gegen diese schleichende kulturelle Vergewaltigung in Form von religiösem Fanatismus und Nationalismus ist alles andere als ein Fortschritt für diese Erde. Fussnote 1/ dazu

 

Trotz einer Erdbevölkerung von mittlerweile 6,5 Milliarden Menschen wird weiterhin die Automatisierung vorangetrieben, immer mehr wird mit immer weniger Menschen produziert, selbst in den ärmsten Ländern der Erde. Die Arbeitslosigkeit steigt weltweit, ebenso die Landflucht. Der Reichtum hat sich in noch weniger Händen konzentriert und die Armut nimmt zu, auch in den reichen Ländern.

Das Artensterben in Flora und Fauna geht ungebremst weiter, die globalisierten Verkehrsströme verteilen Neophyten über die Welt, deren Wuchskraft einheimische Pflanzen oft nichts entgegenzusetzen haben und verdrängt werden. Trotzdem wir mittlerweile schon einen furchtbaren atomaren Gau erlebt haben, werden immer noch Atommeiler gebaut, obwohl noch immer keiner weiß, wie der strahlende Abfall entsorgt werden könnte. Naturkatastrophen haben an Häufigkeit und Heftigkeit zugenommen, ob auch Klimaveränderungen auf menschliche Einwirkung zurückgehen, wird diskutiert.    Fussnote 2/ dazu

 

Mit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten ist auch ein Stück Hoffnung auf eine gerechtere Welt verloren gegangen. Durch das Wegfallen dieser Konkurrenz hat es der Kapitalismus auch nicht mehr nötigsozial zu tun, immer häufiger zeigt er wieder offen seine Raubtierfratze. Die Friedenshoffnungen nach dem Ende des kalten Krieges haben sich nicht erfüllt, der kapitalistische Westen hat neue Dämonen geschaffen, meist selber erst gezüchtet, dann wurden sie als Vorwand genommen, gegen ihre Länder Krieg zu führen und zu besetzen und auszubeuten.

                

War die Hoffnung vieler Menschen Anfang der achtziger Jahre danach einmal "grün", so trauern die Nachdenklicheren, wenn sie sehen, wie diese Bewegung von Karrieristen und eingeschleusten Führungsfiguren geentert worden ist.,

 

Als gute Nachricht kann man das Ausbleiben des atomaren Overkills werten, doch unverändert tickt die Zeitbombe des nuklearen Schrottes und noch immer stehen Unmengen von Atomsprengköpfen startbereit in ihren Silos.

Diese unvollständige Schilderung möge belegen, dass die Welt eine Echranisierung weiter dringend nötig hat. Doch die gescheiterten Experimente der bisherigen Weltverbesserer machen wenig Hoffnung, denn die Bestrebung ist das eine, die Wirklichkeit eine andere und nicht selten werden die best gemeinten Vorgaben zu Horrorszenarien.

Bleibt also nur, die Welt treiben zu lassen und zu hoffen, dass sich Schlechtes immer wieder von alleine zum Guten wandelt und nicht zuviel gut gemeintes zum Schlechten. Sich selber sollte man aber nicht treiben lassen und sich jeden Tag aufs Neue um Lebenskunst bemühen und prüfen, welche Teile des Alltags sich echranisieren lassen.

 

 Einfügung 2019:

Fussnote 1/ dazu

Der religiöse Fanatismus, den ich im letzten Satz meinte, waren etwa die afghanischen Taliban oder die Mullahs im Iran oder die Evangelikalen im Bibelgürtel der USA. Mittlerweile haben sich aber der Vatikan, Kommunisten und Grünen als Instrumente des Neoliberalismus entpuppt. Niemand schreit aggressiver nach Auflösung der Völker und beschimpft die Bewahrer der kulturellen Vielfalt heftiger als Nazis und Rassisten, so als wenn diejenigen, die den Ethnien ihre Kultur und ihre Identität zu rauben versuchen, nicht die eigentlichen Rassisten wären.

Allen voran marschiert seit jeher der Vatikan, der heute sogar erstmals von einem Jesuiten-Papst geführt wird. Bislang waren die Jesuiten, also die Angehörigen jenes fanatischen Bundes, der mit seinem Kadavergehorsam und seiner intellektuellen Heimtücke es mit jeder politischen Agitationstruppe aufnehmen kann, nur die päpstlichen Vollstrecker gewünschter Politik.

Heute bin ich mir sicher, dass die christliche Religion als moralischer und okkulter Überbau für den römischen Imperialismus geschaffen wurde, bzw. über weite Strecken von älteren Religionen abgekupfert wurde.

 

Die Cäsaren brauchten eine völkerverbindende Sklavenreligion und diese gaben sie bei jüdischen „Spezialisten“ in Auftrag. Eine Religion auf Basis des Judentums, quasi „Judentum Light“, für die eroberten Völker. Das Ziel: Ihnen das Werte- und Denksystem des Judentums nahezubringen, damit man mit ihnen Handel treiben und sie beherrschen kann. Das Ziel seit eh und je: Grenzen überwinden, Völker auflösen und ihre Kulturen zerstören, alle national erkämpften Sozial- und Herrschaftssysteme schleifen, die Völker ihrer Identität berauben, durcheinander wirbeln und gegeneinander ausspielen, also babylonische Sprach- und Denkverwirrung erzeugen, das bewährte Prinzip des Teilen und Herrschens. Dabei den Menschen eine Schimäre in die Köpfe pflanzen, sie auf ewige Seligkeit nach dem Ableben zu vertrösten, ihnen einreden, dass sie das Imperium lieben sollen (und keine Blutrache verüben) und nicht der Gewalt widerstehen, sondern nach dem Schlag auf die eine Backe, masochistisch auch noch die andere hinhalten. Kurz: diese neue Religion sollte die  Köpfe der Völker irre machen und damit beherrschbar und ausbeutbar. Für die Renitenteren gab es als Draufgabe noch die Drohung ewiger Verdammnis, im Wechsel mit der Hoffnung auf ewige Glückseligkeit. In der Gegenwart kamen noch weitere Drohungen dazu, die mit atomarer Vernichtung der Menschheit und einer neuen Sintflut drohen.

 

Fussnote 2 dazu,

Zum Gau von Tschernobyl ist mittlerweile der Gau von Fukoshima dazu gekommen. Beim Thema „Klimaveränderungen“ bin ich mir lange nicht mehr so sicher, wie bedeutend der menschengemachte Anteil daran ist. Klar, das Klima hat sich auch ohne menschliches Zutun schon immer verändert und wird es auch in Zukunft immer tun. Meine Skepsis gilt alleine dem Gewicht, die dem CO2 zugemessen wird. Zweifellos werden die riesigen Abholzungen auf der Erde, die nackten Agrarflächen, die ausufernden Städte und die den Planeten umspannende Infrastruktur die Temperatur beeinflussen, es wäre ein Wunder, wenn es nicht so wäre. Auch die große Menge an Russ und anderen Schadstoffen, auch ihr Niederschlag auf Eisflächen, wird die Sonneneinstrahlung beeinflussen und damit die Temperatur. Ich sehe aber da nur wenig Möglichkeiten der Abhilfe durch technische Neuerungen. Nur das Zurückfahren des Verbrauchs und damit ein nachhaltigeres Wirtschaften kann die möglichen Folgen abmildern. Drei Noxen stehen einer Reduzierung aber entgegen: 1. Die Globalisierung, also das Herumschieben von Waren und Menschen über den Planeten, 2. die sich immer noch vermehrende Weltbevölkerung, die alle anderen Abhilfemaßnahmen ins Leere laufen lässt und 3. die Fabrikanten- und Bankengier, mit ihrem Rattenschwanz des industrielll-militärischen Komplexes.

 

Anfügung 2020

Die Klimabewegung wurde - heute bin ich mir dessen sicher - vom Kapital aufgebaut und instrumentalisiert um eine neue Industrieproduktion als "ökologische Notwendigkeit" zu verkaufen. Ursprünglich war die Reduzierung der Umweltproblematik auf den CO² - Aspekt wohl eine Propagandaidee, um die Akw-Betreiber wieder ins Spiel zu bringen. Doch hat man es geschafft, diese Albernheit zum alleinigen Dämon aufzublasen, und beinah die gesamte Umweltbewegung macht dabei mit. Mit dem Szenario einer Pandemie hat man die Völker dieser Welt in einen Ausnahmezustand manövriert, in dessen Schatten eine neue faschistische Weltordnung und ein neues Finanzsystem durchgepeitscht werden soll, mit einer nie gekannten Überwachung und Kontrolle der Menschen.

 

Dazu sind auch technische Einrichtungen nötig, die in diesem Ausmaß in Friedenszeiten wohl kaum installiert werden könnten, etwa die Verbringung von zigtausend Satelliten in den Orbit, die mit einer neuen Funktechnik die Überwachung und Steuerung der Ziele gewährleisten sollen.